So vermeidest Du Mikroplastik in Deinem Bier

Mikroplastik in Lebensmitteln

So vermeidest Du Mikroplastik in Deinem Bier - Mikroplastik in Lebensmitteln

Bier
CodeCheck

von

Sommerzeit ist Biergartenzeit, denn kein alkoholisches Getränk ist bei den Deutschen so beliebt, wie das Bier. Doch wusstest Du, dass bei der Herstellung nicht nur Hopfen und Malz verwendet werden, sondern auch Mikroplastik? Wir erklären Dir, warum das so ist und wie Du es vermeiden kannst.

Mikroplastik steckt in unseren Kosmetikprodukten, im Wasser aber auch in zahlreichen Lebensmitteln. Laut einer Studie der “University of Newcastle” nimmt jeder Mensch im globalen Durchschnitt jede Woche fünf Gramm Mikroplastik zu sich. Das entspricht in etwa dem Gewicht einer Kreditkarte. Den größten Anteil nehmen wir demnach über das Trinkwasser auf. Aber auch im Bier lassen sich Spuren synthetischer Polymere finden. Zwar besagt das deutsche Reinheitsgebot, dass für die Herstellung von Bier nur Gerstenmalz, Hopfen, Wasser und Hefe verwendet werden dürfen. Allerdings dürfen laut dem ‘’Vorläufigen Biergesetz’’ von 1993 auch technische Zusatzstoffe, Filterhilfsmittel und Farbstoffe verwendet werden. Auch die Verwendung synthetischer Polymere wie Polyvinylpolypyrrolidon (PVPP) ist demnach zulässig.

Mikroplastik lässt Bier länger klar bleiben

Fast alle Großbrauereien fügen ihren Bieren Polyvinylpolypyrrolidon zu. Dieses Kunstoffgranulat sorgt dafür, dass das Bier länger klar und haltbar bleibt. PVPP bindet die Gerbstoffe im Bier und ist gleichzeitig wasserlöslich, beeinträchtigt somit also weder den Geschmack noch die Farbe des Getränks. Da dieses Polymer bis auf technisch unvermeidbare Rückstände entfernt wird, muss es auf der Flasche nicht deklariert werden. Kritiker:innen befürchten jedoch, dass Rückstände vorhanden bleiben können. Einen Anhaltspunkt für diese Vermutung liefert eine Studie aus dem Jahr 2014. Ein deutscher Chemiker untersuchte hierfür 24 Biersorten und fand in allen von ihnen Spuren von Mikroplastik, wenn auch in geringer Konzentration.

Welche gesundheitlichen Schäden sind zu befürchten?

PVPP wird auch in Nahrungsergänzungsmitteln unter der E-Nummer E1202 verwendet. Ansonsten wird der Stoff zudem als Süßungsmittel eingesetzt. Eine generelle Beschränkung der Höchstmenge liegt nicht vor, da der Stoff als unbedenklich gilt. Laut Forscher:innen ist bisher jedoch weiterhin unklar, welche gesundheitlichen Schäden Mikroplastik in unseren Körpern verursachen können. Eine Studie des “King's College” in London legt nahe, dass eine gewisse Menge je nach Art des Mikroplastiks toxisch sein kann.

Wenn Du also Nummer sicher gehen willst und auf Mikroplastik in Deinem Bier verzichten möchtest, lohnt es sich im Supermarkt nach naturtrüben Bieren zu schauen, da diese nicht gefiltert werden müssen.

Weiterführende Links:

Ich möchte den Codecheck-Newsletter abonnieren und keine News mehr verpassen

Codecheck.info
3.6/5 10 Stimmen

Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten

[final] Biofach 2024
Produkte für dich entdeckt –
[final] Öko-Test Orangensaft 100
Orangensaft im „Öko-Test“ –
[final] Veganuary 80
Pflanzliche Ernährung –

Anzeige

[final] Headerbild

Natürliche Lippenpflege in der kalten Jahreszeit

Im Winter werden die Lippen durch starke Temperaturschwankungen und trockene Luft besonders beansprucht. Mit einer reichhaltigen Lippenpflege kannst du spröden Lippen jedoch gut vorbeugen: Mit natürlichen Inhaltsstoffen, einer nachhaltigen Philosophie und ausgezeichnet mit dem 100-prozentigen Green Label von CodeCheck bringt dich die Lippenpflege von OYESS zart und geschmeidig durch den Winter.

Feste Duschen im „Öko-Test“

[final] Öko-Test Feste Duschen

Gute Alternativen zu herkömmlichem Duschgel

Kompakt, ergiebig und plastikfrei – immer mehr Hersteller kommen mit festen Duschen auf den Markt. Die Waschstücke werden auch gern gekauft, denn sie sind eine gute Alternative zum herkömmlichen Duschgel. Das kann „Öko-Test“ weitestgehend bestätigen. Im Test waren 30 feste Duschgele, konventionelle und zertifizierte naturkosmetische Produkte. Das erfreuliche Ergebnis: Knapp über zwei Drittel der festen Duschgele sind mit Bestnote empfehlenswert. Nur wenige Inhaltsstoffe sind bedenklich.

Sicher schminken

[final] Kinderkosmetik

Gefährliche Inhaltsstoffe in Kinderkosmetik erkennen

Prinzessin, Löwe, Ritter oder Clown: In der Faschingszeit stehen Glitzerpuder, Lipgloss und spezielle Schminksets bei Kindern besonders hoch im Kurs. Mit ein bisschen Farbe auf Gesicht und Nägeln verwandeln sie sich im Nu in bunte Fantasiegestalten. Doch ist diese Kosmetik überhaupt für Kinder geeignet? Wie sicher sind die Inhaltsstoffe? Wir haben Herrn Dr. Urs Hauri, Experte für Inhaltsstoffe in Kosmetik und stellvertretender Leiter Chromatographie des Schweizer Kantonalen Laboratoriums Basel-Stadt, zum Thema befragt.

Produkte im CodeCheck

[final] Grünes Peeling

Diese Peelings sind frei von schädlichen Inhaltsstoffen

Mit einem Gesichts- oder Körperpeeling entfernst du abgestorbene Hautschüppchen und sorgst für ein feines Hautbild. Für den nötigen Abrieb haben Hersteller über lange Zeit kleine Kunststoffpartikel als Schleifkörper verwendet. Seit Oktober 2023 sind diese problematischen Stoffe in Peelings glücklicherweise verboten.

Gesichtscremes im „Öko-Test“

[final] Öko-Test Gesichtscremes 90

Viele empfehlenswerte Cremes, aber was heißt „klimaneutral“?

Gesichtscremes sollen deine Haut pflegen und helfen, wenn sie trocken ist und spannt. „Öko-Test“ hat 50 Gesichtscremes für trockene Haut getestet und festgestellt: Mehr als zwei Drittel der Cremes, darunter auch viel zertifizierte Naturkosmetik, landen im grünen Bereich. 18 Produkte schneiden sogar „sehr gut“ ab. An anderen Cremes gibt es Kritik für kritische Inhaltsstoffe oder fragwürdige Versprechen.