Parfums: darauf solltest Du jetzt beim Kauf achten

Natürliche Düfte

Parfums: darauf solltest Du jetzt beim Kauf achten - Natürliche Düfte

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Ein oder zwei Spritzer auf den Hals, vielleicht noch einen auf das Handgelenk – für viele gehört das Auftragen eines Parfums zur morgendlichen Routine mit dazu. Doch viele konventionelle Hersteller nebeln uns nicht nur mit Duft, sondern auch mit ungesunden Stoffen ein. Welche das genau sind und welche Parfüms die bessere Wahl sind, erfährst Du hier.

Morgens nach dem Duschen ein bisschen Parfüm auf die Haut und der Tag startet gut. Ganz nach dem Motto: „La vie est belle – Das Leben ist schön“. Betrachtet man sich jedoch die Inhaltsstoffe ein bisschen genauer, sieht die Sache gar nicht mehr so blumig aus. Hormonell wirksam, allergieauslösend – die Liste der potenziellen Nebenwirkungen ist lang. Hier ist ein Überblick über einige kritische Inhaltsstoffe bekannter Parfümklassiker.

Kritische Stoffe in konventionellen Parfüms

1. Hormonell wirksame Stoffe

Hormonell wirksam können UV-Filter wie Benzophenon-3 oder Ethylhexyl Methoxycinnamat sein, die in vielen konventionellen Parfums zu finden sind.

Auch sogenannte Weichmacher (Phthalate), sind in vielen Düften enthalten. Ökotest konnte sie in einer Untersuchung im Jahr 2018 in vielen Parfums nachweisen. Es gibt Hinweise darauf, dass sie unserer Leber, den Nieren und Fortpflanzungsorganen schaden. Ein häufig eingesetzter Weichmacher ist Diethylphthalat (DEP). Es steht im Verdacht Asthma auszulösen und und den Hormonhaushalt stören.​

Leider sind Weichmacher oft nicht auf der Inhaltsstoffliste erkennbar. Deshalb empfehlen wir, auf Nummer sicher zu gehen und auf natürliche Düfte frei von synthetischen Stoffen umzusteigen.

2. Allergene Duftstoffe

Aktuell leiden fast 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland an mindestens einer Allergie. Dazu zählt auch die sogenannte Duftstoff- bzw. Kontaktallergie. Diese kann auch durch Duft- und Farbstoffe in unserer Kosmetik ausgelöst werden. Die möglichen Folgen einer Duftstoffallergie sind Übelkeit, Migräne oder sogar Depressionen.

Duftstoff ist jedoch nicht gleich Duftstoff: Nur zwei Dutzend Stoffe gelten bisher als (potenziell) allergieauslösend. Sie müssen daher ab einer bestimmten Menge in der Inhaltsstoffliste explizit genannt werden:

  • Ab 0,001 Prozent bei auf der Haut verbleibenden Produkten z. B. bei Cremes oder Parfüms
  • Ab 0,01 Prozent bei abwaschbaren Präparaten wie z. B. Duschgel

Diese Regelung betrifft derzeit insgesamt 26 Duftstoffe. In Zusammenarbeit mit dem „DAAB“ (Deutscher Allergie- und Asthmabund) zeigt CodeCheck diese 26 besonders kritisch eingestuften Duftstoffe an, darunter z. B. Butylphenyl Methylpropional, Isoeugenol oder Evernia Furfuracea Extract. Der besonders kritische Stoff Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboxaldehyde (HICC / Lyral) wurde in der EU mittlerweile verboten. Seit August 2019 sind es daher genau genommen nur noch 25 kritische Duftstoffe.

Ein weiterer kritischer Stoff ist Butylphenyl Methylpropional bzw. Lilial: Er gilt als reproduktionstoxisch und wird derzeit einer EU-weit harmonisierten Klassifizierung als CMR 1B-Stoff unterzogen. CMR-Stoffe sind Substanzen, die karzinogen (krebserzeugend), mutagen (erbgutverändernd) oder reproduktionstoxisch (fortpflanzungsgefährdend) wirken- Dies wird wahrscheinlich zu einem Verbot des Einsatzes in kosmetischen Produkten führen, das wahrscheinlich Ende 2021 in Kraft treten wird.

Menschen mit gesunder Haut haben übrigens was Duftstoffe angeht nichts zu befürchten. Menschen, die jedoch zu Allergien neigen, schwanger sind oder einfach auf Nummer Sicher gehen möchten, können Duftsstoffe mit Hilfe der Personalisierungsoption bei CodeCheck gezielt vermeiden.

Frau sprüht Parfum auf den Arm

2. Persistente und bioakkumulative Stoffe:

Gerade teure Marken-Parfüms enthalten häufig synthetische Moschus-Düfte (polyzyklische Moschusverbindungen).

Diese stehen nicht nur in Verdacht, starke Allergien auszulösen, sondern auch, sich in der Umwelt anzureichern. Diese Anreicherung geschieht auch im menschlichen Körper, nachweislich sogar in der Muttermilch.

Polyzyklische Moschusverbindungen gehören zu den nicht-deklarationspflichtigen Stoffen,. Das heißt, Du findest sie leider nicht auf der INCI-Liste. Stattdessen werden die Moschusverbindungen und auch andere kritische Allergene unter dem Sammelbegriff Aroma, Perfume oder Fragrance zusammengefasst. Manche Hersteller tragen dabei die Markennamen ein: Achte daher auf die Begriffe “Celestolide” oder “Galaxolide, um polyzyklische Moschusverbindungen zu vermeiden.

3.​ Farbstoffe

Farbstoffe geben Parfüms auch optisch eine besondere Note. Einige in herkömmlichen Parfums verwendete Farbstoffe gelten jedoch als allergieauslösend und sogar potenziell krebserregend, darunter CI 19140 oder CI 17200.

Wann Natur-Düfte die bessere Wahl sind

Manche Düfte wie z. B Bio-Parfüms werden aus natürlichen Rohstoffen destilliert. Das heißt, die Duftaromen werden aus natürlichen Blüten und Pflanzen mit Hilfe von Wasserdampf herausgezogen. Auch natürliche Duftstoffe können Allergien auslösen, denn die enthaltenen Pflanzenextrakte und ätherische Öle vereinen komplexe Gemische von denen einige sensibilisierend wirken können. Allerdings wird auf Stoffe wie UV-Filter oder kritische Farbstoffe verzichtet. Daher kann es sich lohnen, natürliche bzw. bio-zertifizierte Parfüms zu verwenden.

Auf Bio-Siegel und Inhaltsstoffe achten

Der Begriff „Naturparfüm“ ist nicht gesetzlich definiert. Naturkosmetik-Siegel wie „BDIH“ oder „Ecocert“ können eine Orientierung bieten. Sie verbieten den Gebrauch von synthetischen Stoffen, problematischen Moschusverbindungen sowie potenziell hormonell aktiven Stoffen.

Neben Siegeln bietet auch der Inhaltsstofflisten-CodeCheck stets eine gute Orientierung. Denn nicht jeder kleiner Hersteller, der gute Stoffe verwendet, kann sich eine Zertifizierung auch leisten.

Diese Bio-Parfüms können wir empfehlen

Mittlerweile sind zahlreiche Bio-Düfte im Handel erhältlich. Hier stellen wir Dir einige Beispiele vor:

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