Gute Alternativen zu herkömmlichem Duschgel

Feste Duschen im „Öko-Test“

Gute Alternativen zu herkömmlichem Duschgel - Feste Duschen im „Öko-Test“

[final] Öko-Test Feste Duschen
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Kompakt, ergiebig und plastikfrei – immer mehr Hersteller kommen mit festen Duschen auf den Markt. Die Waschstücke werden auch gern gekauft, denn sie sind eine gute Alternative zum herkömmlichen Duschgel. Das kann „Öko-Test“ weitestgehend bestätigen. Im Test waren 30 feste Duschgele, konventionelle und zertifizierte naturkosmetische Produkte. Das erfreuliche Ergebnis: Knapp über zwei Drittel der festen Duschgele sind mit Bestnote empfehlenswert. Nur wenige Inhaltsstoffe sind bedenklich.

  • Ein „sehr gutes“ festes Duschstück ist bereits ab 2,35 Euro pro 100 Gramm zu haben. Das teuerste Produkt im Test kostet 16,65 Euro pro 100 Gramm.
  • Minuspunkte gibt es für bedenkliche Duftstoffe, Phosphonate und das Schwermetall Blei.
  • Tipp: Bewahre feste Waschstücke am besten in einer Schale mit Löchern auf, damit sie nach jedem Gebrauch gut trocknen können.

Positive Nachrichten für alle, die ein plastikfreies Badezimmer anstreben: 21 von 30 festen Duschgelen überzeugen im Test. Der Adidas Deep Care Shower Bar jedoch landet aufgrund eines kritischen Duftstoffs und eines umweltbelastenden Inhaltsstoffs mit einem „Ausreichend“ abgeschlagen am Ende der Testtabelle.

Dieses Produkt erhielt von „Öko-Test“ die Note „Ausreichend“

Problematische Inhaltsstoffe = schlechte Bewertung

Es sind vor allem zwei Inhaltsstoffe, die für die schlechte Bewertung der festen Dusche von Adidas verantwortlich sind: Galaxolid und Tetrasodium-Etidronat.

Galaxolid ist ein Duftstoff, der unter Verdacht steht, hormonell wirksam zu sein. Der künstliche Moschusduft reichert sich zudem im menschlichen Fettgewebe an. „Öko-Test“ bewertet ihn kritisch und zieht deshalb nicht nur beim Adidas Deep Care Shower Bar, sondern auch bei der Foamie Feste Duschpflege Papaya & Hafermilch je zwei Noten ab.

Auch Tetrasodium-Etidronat ist ein problematischer Inhaltsstoff. Er steckt sowohl im Adidas-Produkt als auch in der Balea Feste Duschseife Vanille und Kokos, in der CD Schaum Traum Feste Dusche und in der Jean & Len Exotische Feste Dusche. Die Verbindung, die in den festen Waschstücken unter anderem als Stabilisator für Farbe und Konsistenz dienen, zählt zu den Phosphonaten. Diese sind laut Umweltbundesamt (UBA) nur schwer biologisch abbaubar und belasten die Umwelt stark.

[final] Öko-Test Feste Duschen Illu
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Orientierungswert für Verunreinigungen überschritten

Einige feste Duschen im Test enthalten Tonerde. Sie wird meist als gerüstgebende Substanz in den Waschstücken eingesetzt und verfügt über hautpflegende Eigenschaften. Leider aber können Tonerde oder tonerdehaltige Inhaltsstoffe mit natürlich im Boden vorkommenden Schwermetallen verunreinigt sein. Zu diesen problematischen Stoffen zählen Blei, Arsen und Cadmium. Sie dürfen in Kosmetika nicht enthalten sein, doch die Europäische Union (EU) toleriert diese Verunreinigungen in Mengen, die als technisch nicht vermeidbar gelten.

Bis zu welchem Grad das der Fall ist, hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) festgelegt. Dieser Orientierungswert ist gesetzlich jedoch nicht bindend und liegt bei Kosmetikprodukten bei zwei Milligramm pro Kilogramm. Im Test reißen diesen Wert drei Naturkosmetikprodukte: das Free! Shower Bar Berry Splash, das Rosenrot Shower Bit Meeresfrische und das Wunderberg Festes Duschgel #31.

Im Badefee Feste Dusche mit Zitronentee Duft hat das von „Öko-Test“ beauftragte Labor Diethylphthalat (DEP) nachgewiesen. Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) prüft die Verbindung derzeit aufgrund des Verdachts, den menschlichen Hormonhaushalt zu beeinflussen.

Dieses Produkt erhielt von „Öko-Test“ die Note „Sehr gut“

„Klimaneutral“ ist kritisch zu sehen

Das Herstellerversprechen, ein Produkt sei „klimaneutral“, sieht „Öko-Test“ kritisch. Da es unvermeidbar ist, dass bei der Herstellung eines Produkts Treibhausgase entstehen, kann Klimaneutralität in diesem Kontext lediglich bedeuten, Treibhausgase bei der Herstellung zu reduzieren oder diese rechnerisch auszugleichen, zum Beispiel mit Klimazertifikaten, die es bereits für wenig Geld gibt. Damit unterstützen Hersteller Klimaschutzprojekte, die zumeist im globalen Süden umgesetzt werden.

„Öko-Test“ weist aber auch darauf hin, das Engagement der Hersteller selbst nicht kritisieren zu wollen. Was die Tester:innen kritisch sehen, ist die Tatsache, dass viele Firmen auf der Verpackung nicht deutlich machen, wie die vermeintliche Klimaneutralität des Produkts zustande kommt. Zur Abwertung eines Produkts kommt es also, wenn es auf der Verpackung keine ausreichende Information dazu gibt.

„Plastikfrei“ ist Pluspunkt

Insgesamt aber sind feste Duschen eine echte Alternative zu ihren verwandten flüssigen Duschgelen. So verzichten sie in der Rezeptur auf schwer abbaubare synthetische Polymere, die im Abwasser und in der Umwelt landen. Darüber hinaus kommen sie meistens in Verpackungen aus Pappe daher und nicht in Plastikflaschen, die den Müllberg vergrößern. So lässt sich die Welt also ein (Dusch-)Stückchen besser machen!

Die Testsiegerprodukte, die Testtabelle und das Gesamtergebnis findest Du im Detail im ePaper von „Öko-Test“.

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