Good News of the Month - Nachrichten, die für gute Laune sorgen

14. Jul 2020
von
Bundeskabinett beschließt Verbot von Einweg-Plastik
Dass Wattestäbchen, Pommespieker, Einweg-Geschirr oder To-Go-Becher aus Plastik bald der Vergangenheit angehören sollen, hat das Europäische Parlament bereits im März vergangenen Jahres beschlossen. Demnach soll sogenanntes Einmal-Plastik bis zum 3. Juli 2021 aus den Regalen verschwinden. Nun hat jedoch auch das Bundeskabinett der Verordnung zugestimmt, sodass nun noch Bundestag und Bundesrat grünes Licht geben müssen. Bei einer Abfallbilanz von mehr als 346.000 Tonnen an Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen in Deutschland im Jahr 2017 ist diese Verordnung dringend notwendig. Auch wenn wir uns gewünscht hätten, dass nicht noch ein Jahr bis zum Inkrafttreten verstreichen muss, so ist es zumindest ein Schritt in die richtige Richtung.
Essbare Verpackung statt Plastikhülle
Und noch eine gute Nachricht zum Thema Plastikabfälle: Damit Gurken länger frisch bleiben, werden sie oftmals in Plastikverpackungen eingeschweißt. Um diese Kunststoffabfälle in Zukunft zu vermeiden, setzen Edeka, Marktkauf und Netto von nun an auf die Behandlung von Obst und Gemüse mit einer essbaren Schutzschicht. Beim sogenannten ‘’Coating’’ wird aus den Samen, der Schale oder dem Fruchtfleisch der Obst- und Gemüsesorten eine Schutzschicht gewonnen. Diese kann somit ohne Bedenken mitgegessen werden. Dank der Schicht gelangt weniger Sauerstoff in das Innere der Frucht, wodurch weniger Feuchtigkeit entweicht und diese länger frisch bleibt. Bislang ist das Verfahren nur für Zitrusfrüchte und Avocados zugelassen. Du erkennst Produkte mit dieser Schutzschicht an einem Sticker und dem Logo des Kooperationspartners ‘’Apeel Sciences’’.

Mehr Beschäftigte im Umweltschutz
Während in der öffentlichen Debatte oft befürchtet wird, dass Bemühungen zum Umweltschutz lediglich mit Arbeitsplatzverlusten einhergehen, zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes eine andere Entwicklung. So haben im Jahr 2018 knapp 290.000 Beschäftigte Waren und Dienstleistungen zum Schutz der Umwelt produziert bzw. geleistet. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Anstieg von knapp zehn Prozent. Besonders im Maschinenbau, also beispielsweise beim Bau von Windkraftanlagen, ist dieser Anstieg zu beobachten.
Suchmaschine ‘’Ekoru’’ spendet Erlöse zum Schutz der Meere
Durchs Internet surfen und dabei die Meere vom Plastik befreien - klingt ziemlich gut, oder? Das dachte sich auch ein Paar aus Kuala Lumpur und gründete die Suchmaschine ‘’Ekoru’’. Ihre Einnahmen spenden sie zu 60 Prozent an Projekte zum Schutz der Meere, beispielsweise an ‘’Big Blue Ocean Cleanup’’ und ‘’Operation Posidonia’’, die die Meere von Plastikmüll befreien und die Ozeane mit Seegras bepflanzen. Die Suchmaschine kannst Du in den Browsern Chrome, Firefox und Edge nutzen. Für Android und iOS-Smartphones gibt’s sie auch als App.
Plastic usage is up and recycling is down. The ocean needs our help now more than ever.
— Ekoru Ocean Search Engine 🔎💙🌊 (@ekoru_search) May 7, 2020
Use https://t.co/xtsv609d80 as your search engine to help save our oceans. Retweet this to friends.#oceans #plasticpollution #climatechange pic.twitter.com/fkkmNKlhO5
Suchmaschine ‘’Ecosia’’ hat bereits 100 Millionen Bäume gepflanzt
Und noch eine großartige Meldung aus der Welt der Suchmaschinen: ‘’Ecosia’’-Nutzer:innen haben bereits 100 Millionen Bäume gepflanzt. Denn auch ‘’Ecosia’’ spendet einen Großteil seiner Werbeeinnahmen, um damit Bäume auf der ganzen Welt zu pflanzen. All diese Bäume neutralisieren täglich 1771 Tonnen CO2 und tragen damit zur Bekämpfung des Klimawandels bei. Wir gratulieren und freuen uns auf die nächsten 100 Millionen Bäume.
Papier aus Ananas statt Holz
Bleiben wir beim Thema Bäume: Der weltweite Papierverbrauch steigt von Jahr zu Jahr, sodass auch immer mehr Bäume gefällt werden müssen, die jedoch dringend als CO2-Speicher benötigt werden. Etwa jeder fünfte gerodete Baum wird weltweit zur Papierherstellung genutzt. Studierende aus Hannover forschen deshalb an einer umweltfreundlichen Alternative zur Papierherstellung. Die nötige Zellulose gewinnen sie dabei aus Abfällen der Ananaspflanze. Zugleich würden den Landwirt:innen in Anbauländern wie Costa Rica damit die Entsorgungsanstrengungen abgenommen werden. Das Papier aus Ananas-Zellulose sei darüber hinaus zu 100 Prozent biologisch abbaubar und auch das Herstellungsverfahren benötige weniger Schadstoffe. Auf lange Sicht könnte so die Abholzung reduziert und neue Arbeitsplätze in den Ananas-Anbauländern geschaffen werden.




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