Glitzer – nicht so glänzend für unsere Weltmeere

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Langsam wird wieder draußen getanzt: Zeit sich mal wieder richtig schick zu machen. Bunte Klamotten, Blumenkettchen und Glitzer dürfen da nicht fehlen. Aber Achtung: Nicht alles, was glänzt, ist gut. Zum Glück gibt es Alternativen, mit denen Du auch umweltbewusst funkeln kannst. Herkömmlicher Glitzer wird meist aus großen Folien herausgestanzt, die aus Kunststoff bestehen, genauer gesagt aus PET. Je nach Glanz und gewünschtem Effekt werden diese zusätzlich mit verschiedenen Lacken, synthetischen Farben oder Aluminium angereichert.

Das birgt große Probleme: Besonders PET ist nicht biologisch abbaubar.

Denn die Plastikpartikel können aufgrund ihrer kleinen Größe nicht vollständig aus dem Wasserkreislauf gefiltert werden. Wenn wir den Glitzer abwaschen, kann dieser in offene Gewässer gelangen oder wird mit dem Klärschlamm auf Feldern verteilt. In Flüssen, Meeren und Seen werden die kleinen Plastikteilchen vor allem Fischen, Muscheln und Meeressäugern zum Verhängnis. Diese verwechseln die Teilchen mit Nahrung oder nehmen diese unbewusst über die Atmung auf.

Natürliche Glitzer-Alternativen

Viele Festivals haben Glitzer bereits verbannt. Für alle die trotzdem glitzern möchten, gibt es auch umweltfreundlichere Alternativen: Die deutsche Brand “Birkenspanner” hat sich auf nachhaltige und langlebige Produkte spezialisiert. Sie bieten plastikfreies und biologisch abbaubares Glitzer an, das sich bereits nach 51 Tagen, um 90 Prozent abbauen soll.

Das Trägermaterial des Glitzers besteht aus Zellulose, das die Brand aus nachhaltigem Eukalyptusanbau bezieht. Beschichtet wird es mit einer Mischung aus Schellack und einem Pulver aus Halbedelsteinen, sowie Erden. Et voilà: Bioglitzer, Baby!

Der Nachteil: Leider nicht vegan. Schellack ist ein Naturprodukt, das von Schildläusen gewonnen wird. Durch seine unzähligen Einsatzmöglichkeiten wird es hauptsächlich industriell, als Kleber oder Überzugsmittel, eingesetzt. Die harzähnlichen Eigenschaften des Schellacks bieten hierfür die besten Voraussetzungen. Zu finden ist es häufig in Kosmetika, Lacken oder auch als Bindemittel.

Für alle, die auf der Suche nach einem veganen Glitzer sind, können bei der Brand “natureglitz” fündig werden.

Das Bioglitzer kommt ganz ohne Plastik aus und benötigt ungefähr vier Wochen, um sich biologisch abzubauen. Wie schnell sich das Glitzer jedoch abbaut, ist abhängig vom Sauerstoffgehalt, den Temperaturen und dem Lichteinfluss der Umgebung, in der es entsorgt wird. Trägerstoff für den umweltfreundlichem Glitzer ist Zellulose und damit es so richtig schön glitzert, wir es mit Farbpigmenten beschichtet.CodeCheck_Scan it

Die österreichische Brand setzt zudem auf ein Less-Waste-Konzept und plastikfreies Verpackungsmaterial.

Egal, für welche funkelnde Alternative Du Dich entscheidest: Es ist immer besser, auch den umweltschonenden Glitzer mit einem feuchten Tuch zu entfernen und im Restmüll zu entsorgen.

Damit steht der Party nichts mehr im Wege und Deine Festival-Accessoires glitzern da, wo sie es sollen - auf der Tanzfläche statt in den Weltmeeren.

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