Diese Joghurts sind keine Zuckerfalle

Gesunde Alternativen

Diese Joghurts sind keine Zuckerfalle - Gesunde Alternativen

Joghurt

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Während dem Fettgehalt von Joghurts vermehrt Beachtung geschenkt wird, überprüfen die wenigsten den darin enthaltenen Zuckeranteil. Bis zu elf Zuckerstücke und damit die Hälfte der Tagesmenge für Erwachsene können jedoch in nur einem Becher Joghurt versteckt sein. Mit welchen Joghurts Du nicht in eine Zuckerfalle tappst und warum Bio-Varianten nicht besser sind, wir verraten es Dir.

Fruchtjoghurts sind Zuckerfallen

Laut einer Untersuchung der „Verbraucherzentrale“ sind es vor allem Fruchtjoghurts, die weit entfernt sind von dem gesunden Snack, als der sie angepriesen werden. Einigen davon werden bis zu fünf verschiedene Zuckerarten zugesetzt. Ein Becher Himbeer-Joghurt von Bauer enthält beispielsweise mit 33 Gramm genauso viel Zucker wie eine halbe Tafel Schokolade.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte die verzehrte Zuckermenge eines Erwachsenen pro Tag nicht mehr als 50 Gramm betragen. Dies ist gleichzusetzen mit maximal 20 Stück Würfelzucker (je drei Gramm). Für ein 4- bis 6-jähriges Kind liegt die Menge bei 30 Gramm. Zu dieser Zuckermenge zählt übrigens Fruchtzucker (Fructose) ebenso wie Traubenzucker (Glucose / Dextrose) oder Industrie- oder Rohrzucker (Saccharose).

Ein Kind, das einen Fruchtjoghurt konsumiert, überschreitet also bereits hier schon die empfohlene Tageshöchstmenge an Zucker.

Naturjoghurt enthält oft Milchtrockenmasse

Nun könnte man annehmen, dass Naturjoghurts besser abschneiden, als Fruchtjoghurts – jedoch nicht unbedingt- Bei vielen „Naturjoghurts“ wird teils nicht nur Milch verwendet, sondern auch Milchtrockenmasse. Diese sorgt neben mehr Süße auch für eine festere und cremigere Konsistenz. Wie „Ökotest" erklärt, enthält das Pulver jedoch deutlich mehr Zucker (Laktose) als normale Milch, muss aber im Gegensatz zu Zucker nicht auf der Zutatenliste ausgewiesen werden. Ein geschickter Trick der Hersteller, den Zuckergehalt zu verschleiern und zudem ein Problem für Menschen mit Laktoseempfindlichkeit. Erkennen kannst Du Milchtrockenmasse im Naturjoghurt am hohen Zuckergehalt. Hier ein Beispiel:

Bio-Joghurts sind nicht immer besser

Auch der gesündere Aspekt, den Bio suggeriert, kann zumindest im Hinblick auf den Zuckergehalt nicht immer bestätigt werden. Manchmal steckt in Bio-Joghurt sogar noch mehr Zucker, als in konventionellen Joghurts. Dies fanden Forscher der Univerität Leads bei einer Untersuchung von 900 verschiedenen Joghurts im Jahr 2018 heraus. Der Grund liegt vermutlich darin, dass die enthaltenen Milchsäurebakterien vermehrt den Milchzucker absorbieren. Daher fügen Hersteller mehr Zucker hinzu, um deren sauren Geschmack zu überdecken.

Joghurts mit Süßstoffen

Joghurt mit Süßstoffen, die als Zusatzstoffe im Bereich von E 950 bis E 962 liegen, sind ebenfalls nicht zu empfehlen. In einer Studie mit Mäusen wurden beispielsweise Störungen von Darmflora und Glukosestoffwechsel festgestellt. Dennoch sind Süßstoffe im Vergleich besser zu bewerten als Zucker, so Ernährungsmediziner Hauner gegenüber der „Apothekenumschau“.

Zuckergehalt checken mit der Nährwert-Ampel

Um „gute“ Joghurts zu finden, hilft es, mit der CodeCheck App den Zuckergehalt zu scannen. Unsere Nährwert-Ampel zeigt Dir an, basierend auf Einschätzungen der britischen Lebensmittelbehörde „Food Standards Agency“, ob der Zuckergehalt pro 100 Gramm im grünen (weniger als fünf Gramm), gelben (zwischen fünf und 12,5 Gramm) oder roten Bereich (mehr als 12,5 Gramm) liegt. Grün bedeutet, dass das Produkt bedenkenlos gegessen werden kann. Gelb rät zu einem vorsichtigen Verzehr, rot zu einem sparsamen.

Diese Joghurts enthalten wenig Zucker

Auch wenn Naturjoghurts oft Zucker aus Milchzucker enthalten, so ist sein Anteil doch in den meisten Fällen deutlich geringer als in Fruchtjoghurts. Diese Produkte enthalten beispielsweise wenig Zucker. Zusammen mit frischen Früchten verzehrt, sind diese eine gesündere und leckere Alternative!

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