Die Clean Beauty Bewegung: Weniger ist mehr!

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Bewusster Konsum ist längst nicht mehr nur bei Lebensmitteln ein Thema. Im Rahmen der Clean Beauty Bewegung achten immer mehr Menschen auch bei ihrer Kosmetik auf Inhaltsstoffe, Umweltauswirkungen und Tierversuche. Ein wachsames Auge lohnt hier aber, denn jede Marke hat ihre ganz eigene Definition von „clean“ etabliert.

Wie eine Untersuchung von Statista zeigt, hat der Marktanteil von reiner Naturkosmetik und naturnaher Kosmetik in den vergangenen Jahren stetig zugenommen, von knapp 13 Prozent in 2012 auf vorläufig 17 Prozent in 2018. Diese Entwicklung zeigt, dass natürliche Kosmetik bzw. Clean Beauty längst nicht mehr nur ein Nischentrend ist, sondern eher eine Bewegung, die den Wandel zu einem bewussteren Einkauf von Kosmetikprodukten vorantreibt. Gerade im neuen Jahr denken viele darüber nach, die schädlichen Stoffe aus ihrer Kosmetik zu verbannen. Clean Beauty- und Naturkosmetikprodukte sind da genau das Richtige.

Was versteht man unter Clean Beauty?

Als „clean“ werden Produkte bezeichnet, die aus möglichst wenig Inhaltsstoffen bestehen. Ganz nach dem Motto „weniger ist mehr“ müssen diese Stoffe zusätzlich eine möglichst natürliche Herkunft haben.

Zertifizierte Naturkosmetik gilt hierbei als höchster Standard. Doch neben zertifizierter Naturkosmetik gibt es immer mehr Marken und Produkte, die sich teilweise aus kostentechnischen Gründen noch keiner Zertifizierung unterziehen können, jedoch trotzdem komplett auf mineralölbasierte Stoffe, Parabene oder Mikroplastik verzichten und daher „clean“ sind.

Eine genaue Prüfung der Inhaltsstoffe lohnt sich hier, denn manche Marken können „cleaner“ wirken, als sie tatsächlich sind, während andere, eher unscheinbare Produkte nur hochwertigste und natürliche Inhaltsstoffe aufweisen.

Wie ist die Clean Beauty Bewegung entstanden?

Konsumenten beschäftigen sich in den letzten Jahren immer mehr mit den Verbrauchsgütern des täglichen Bedarfs, sei es die Herkunft von Lebensmitteln und Kleidung oder die Inhaltsstoffe von Kosmetik. Zum einen sind dafür vermehrte Unverträglichkeiten verantwortlich, zum anderen ein erhöhtes Bewusstsein für bedenkliche Inhaltsstoffe. CodeCheck hat die Bewegung bereits in den Anfängen vorangetrieben und es möglich gemacht, Inhaltsstoffe besser zu verstehen - für mehr Transparenz und ein nachhaltigeres Leben.

Es sind insbesondere die Gen Z und die Millennial Generation, welche die Clean Beauty Bewegung in Gang gesetzt haben und die bereit sind, für gute Inhaltsstoffe mehr zu bezahlen. Auch Promis wie Gwyneth Paltrow, Jessica Alba oder Emma Watson treiben diese Bewegung weiter voran, indem sie grüne Produkte benutzen oder selbst entwickeln und sich gegen eine sehr gut bezahlte Kooperation mit bekannten Kosmetikherstellern entscheiden.

Naturkosmetik wird immer besser

Mittlerweile bieten immer mehr Marken - von kleinen Start-ups bis hin zu großen Konzernen - pflanzliche Produkte an. Die natürlichen Inhaltsstoffe wirken durch vermehrte Forschung immer besser, das Design wird moderner und ansprechender. Einige Produkte werden bereits in umweltfreundlichen, recycelten Verpackungen angeboten, wobei dies in der Produktion als größte Hürde gilt.

Diese Inhaltsstoffe in Kosmetik sind bedenklich

Konventionelle Kosmetik weist oft eine Vielzahl an Inhaltsstoffen auf, die für Gesundheit oder Umwelt als bedenklich eingestuft werden. Hier ein paar Beispiele:

  • Parabene: werden als Konservierungsstoffe eingesetzt und stehen unter anderem unter Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen
  • PEGs-basierte Emulgatoren: schwächen die Hautbarriere und können so über die Haut vom Körper aufgenommen werden
  • Allergene (synthetische) Duftstoffe: können Hautirritationen und Allergien auslösen
  • Mikroplastik: gelangt über das Abwasser in die Umwelt und wird von Tieren aufgenommen
  • Konventionelles Palmöl: seine große Nachfrage sorgt für die Zerstörung von Regenwäldern und Lebensräumen verschiedener Tierarten

Europa ist im Vergleich zu den USA Vorreiter, was die Zulassung von Inhaltsstoffen in Kosmetik betrifft. Über 1.300 Inhaltsstoffe sind bei uns verboten, in den USA sind es nur 11.

Natürliche Kosmetik ist nicht immer clean

Da Begriffe wie „natürlich“, „sauber“, „grün“, „biologisch“ und selbst „Naturkosmetik“ noch nicht klar definiert und geschützt sind, ist beim Kauf Vorsicht geboten. Denn viele Hersteller nutzen die positiven Assoziationen, die mit diesen Bezeichnungen beim Verbraucher ausgelöst werden. Daher kann nicht zertifizierte Naturkosmetik oder naturnahe Kosmetik immer noch bedenkliche beziehungsweise chemische Inhaltsstoffe enthalten.

Um sicherzugehen, dass du wirklich „cleane“ Naturkosmetik kaufst - aus natürlichen Inhaltsstoffen und ohne Tierversuche - studiere die Inhaltsstoffe, nutze die CodeCheck-App und achte auf Zertifizierungen wie BDIH, Cosmos, Ecocert, NaTrue und Vegan Blume. Hier kannst du mehr über die einzelnen Labels nachlesen.

Beispiele für zertifizierte Naturkosmetik

Weleda

i+m

Lavera

Beispiele für nicht zerfifizierte, aber „cleane“ Naturkosmetik

myrto

Susanne Kaufmann

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