Achtung: Diese komedogenen Stoffe können Deine Poren verstopfen

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Achtung: Diese komedogenen Stoffe können Deine Poren verstopfen - Hautunreinheiten

Frau Haut

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Du leidest unter Pickeln und Mitessern, doch kein Mittel will dagegen helfen? Die Ursache könnten komedogene Inhaltsstoffe in Deinen Pflege- und Kosmetikprodukten sein. Sie verstopfen unter Umständen die Poren und führen so zu unreiner Haut. Welche Substanzen dazu zählen und warum Du bei Unreinheiten ein sehr beliebtes Pflanzenöl unbedingt vermeiden solltest, wir verraten es Dir.

Was bedeutet komedogen?

Komedogen wird aus dem lateinischen Wort „comedere“ abgeleitet und bedeutet „essen“. Komedogene Produkte können aufgrund ihrer Inhaltsstoffe folglich die Bildung von Mitessern (Komedogenen) fördern, die wiederum die Vorstufe von Pickeln sind. Nicht komedogene Inhaltsstoffe begünstigen ein Verstopfen der Poren und damit Hautunreinheiten hingegen nicht. Eine nicht komedogene Hautcreme und -pflege ist daher vor allem dann unverzichtbar, wenn Deine Haut eher fettig ist und zu Mitessern oder Pickeln neigt.

Produkte mit komedogenen Stoffen erkennen

Komedogene Stoffe stecken in diversen Pflegeprodukten und Kosmetika. Dazu zählen Make-up, Puder, Reinigungsprodukte, Lotionen oder auch Sonnenschutzcremes. Immer öfter werden Produkte deutlich als „nicht komedogen“ gekennzeichnet. Eine gesetzliche Regelung, wann ein Hersteller seine Artikel mit dem Verweis auszeichnen darf, besteht allerdings nicht.

Wenn Du also nicht komedogene Produkte kaufen möchtest, solltest Du die Kosmetika sicherheitshalber immer auf ihre Inhaltsstoffe überprüfen. Hierbei hilft Dir CodeCheck. Weiterhin haben wir Dir eine Übersicht von Stoffen zusammengestellt, die unter Umständen komedogen sein können:

Diese Inhaltsstoffe können komedogen wirken:

  • Komedogene Inhaltsstoffe aus Mineralöl: Während Mineralölderivate wie Petrolatum und Paraffinum liquidum selbst nicht komedogen sind, gibt es jedoch Hinweise darauf, dass sie die Komedogenität anderer Inhaltsstoffe unter Umständen beeinflussen können. Die Kombination bestimmter Inhaltsstoffe kann also komedogener wirken, als die einzelnen Zusätze.
  • Komedogene tierische Fette: Acetyliertes Lanolin/Wollfett oder acetyliertes Wollwachsalkohol (Lanolin Alcohol), kann die Poren von fettiger und Mischhaut verstopfen.
  • Komedogene Pflanzenöle: Auch einige Pflanzenöle können Unreinheiten fördern: beispielsweise Kakaobutter, Erdnussöl, Maiskeimöl, Oliven- oder Kokosöl. Solche leicht bis stark komedogenen Öle sind daher bei unreiner Haut nicht geeignet, können aber für reife und trockene Haut eine gut verträgliche, besonders reichhaltige Pflege bieten.
  • Komedogene Inhaltsstoffe aus Palmöl: Was kaum bekannt ist: Die auch in der Naturkosmetik üblicherweise eingesetzten Emulgatoren, Ko-Emulgatoren und Konsistenzgeber wie beispielsweise Glyceryl Stearate, Isopropyl Palmitate, Cetearyl Alcohol oder auch Myristyl Myristate können gegebenenfalls komedogen wirken. Sie werden unter Umständen aus Palmöl gewonnen.

Die meisten Pflanzenöle sind nicht komedogen

Dass das in der Natur- und DIY-Kosmetik populäre Kokosöl als komedogen gilt, mag für viele überraschend sein. Bei Akne, Mischhaut oder fettiger Haut verstopft es die Poren jedoch tatsächlich noch mehr und das Hautbild verschlechtert sich. Dieses reichhaltige Öl ist daher nur bei sehr trockener Haut zu empfehlen. Wenn Du zu dem erstgenannten Hauttyp zählst, sind folgende nicht komedogene Öle die bessere Wahl für Dich und Deine Haut.

Für folgende Pflanzenöle gibt es bisher keine Anhaltspunkte für eine Komedogenität:

  • Arganöl
  • Hanföl
  • Hagebuttenöl
  • Traubenkernöl
  • Kaktusfeigenöl
  • Sheabutter
  • Jojobaöl

Fazit

Wer unter Unreinheiten leidet, sollte die Inhaltsstoffe seiner Kosmetika genau auf komedogene Stoffe prüfen. Denn während eine trockene Haut von Stoffen wie Kokosöl oder Kakaobutter profitieren mag, kann eine eher fettige Haut durch solche Stoffe unschöne Mitesser und Pusteln produzieren. Dabei ist natürlich auch ausschlaggebend, wie hoch der Anteil des komedogenen Stoffes in einem Produkt ist – je weiter oben ein Inhaltsstoff gelistet ist, desto mehr davon befindet sich in einem Produkt.

Hinweis der wissenschaftlichen Abteilung von CodeCheck: Diesem Artikel liegen unter anderem Forschungen von Nguyen et al., Draelos und DiNardo sowie Kligman zugrunde. Kligmans Kaninchenohrmethode (1979 und 1996) stellt eine der meist zitierten Forschungen zum Thema Komodegenität dar. Die Übertragbarkeit der Untersuchungsergebnisse von Tieren auf den Menschen ist jedoch umstritten (solche Versuche wären heute außerdem verboten). Es könnte sein, dass Stoffe, die auf Kaninchenohren stark komedogene Aktivität zeigten, bei Menschen mit normaler Haut keinen Effekt haben. Menschen mit unreiner Haut können hingegen betroffen sein. Um auf Nummer sicher zu gehen, wie ein bestimmter Stoff auf Deine Haut wirkt, ist es in jedem Fall wichtig, die Liste möglicherweise komedogen wirkender Stoffe zur Orientierung zu nutzen und die individuelle Reaktion der Haut gut zu beobachten.

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