7 von 18 enthalten Problemstoffe

Eyeliner im Ökotest

7 von 18 enthalten Problemstoffe - Eyeliner im Ökotest

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Lidstriche mit klarer Kontur gelingen am besten mit einem Eyeliner. Im Test macht die schwarze Schminke überraschend wenig Schwierigkeiten: Die Hälfte der Produkte ist "sehr gut". Ökotest ist allerdings auch auf Problemstoffe gestoßen.

  • Der Preis gibt keinen Hinweis auf die Qualität: Mit "sehr gut" bewerten sie sowohl günstige als auch teure Eyeliner.
  • Weil sie mit "mangelhaft" abschneiden, rät Ökotest vom Kauf dreier Eyeliner ab.
  • Kritik gibt es für ein umstrittenes Konservierungsmittel, halogenorganische Verbindungen, PEG-Verbindungen und umweltschädliche Kunststoffe.

Ein sanft nach oben geschwungener präziser Lidbalken – für einen richtigen Audrey-Hepburn-Look ist er unverzichtbar. Selbst wenn es nur ein feiner, kleiner Lidstrich sein soll: Sobald es um Konturen und Genauigkeit geht, ist ein Eyeliner gefragt.

Im Gegensatz zum halbfesten Kajalstift auf Basis von Wachsen und Ölen handelt es sich beim Eyeliner um eine dünnflüssige Mischung aus Farbpigmenten und Filmbildnern. Ökotest hat 18 Eyeliner in Schwarz verglichen.

Alle sind mit einem Pinselchen ausgestattet, das die Farbe aus einem Röhrchen aufnimmt. Damit lässt sich dann, mit ruhiger Hand und etwas Übung, ein präziser Lidstrich ziehen. Doch welche Eyeliner sind dafür empfehlenswert?

Eyeliner-Test: Maybellin, Catrice & Co. im Vergleich

Neun schwarze Eyeliner im Test sind in Augennähe bestens aufgehoben. Sie schneiden mit "sehr gut" ab. Am Ende der Bewertungsskala rutschen aber auch drei Produkte mit "mangelhaft" in den roten Bereich. Auffällig: Darunter auch ein Eyeliner mit Naturkosmetik-Zertifikat.

Das von Ökotest beauftragte Labor hat darin Formaldehyd/-abspalter nachgewiesen. Woher sie stammen, ist unklar – in zertifizierter Naturkosmetik sind Verbindungen, die Formaldehyd nach und nach freisetzen können und als Quelle in Frage kämen, nicht erlaubt.

So oder so haben diese in Schminke für die Augen aus Ökotests Sicht nichts verloren. Denn Formaldehyd gilt als Kontaktallergen und reizt schon in geringen Mengen die Schleimhäute.

Diese Eyeliner erhielten von Ökotest die Note „sehr gut“

Problematische Inhaltsstoffe in Eyelinern

Nach den miserablen Ergebnissen der Mascaras im Test hat Ökotest auch bei den Eyelinern größere Probleme erwartet. Auch sie enthalten viel schwarzes Eisenoxid, das potenziell mit Schwermetallen wie Arsen verunreinigt sein kann. Und genau wie bei den Mascaras ist die Konservierung eine wichtige Angelegenheit, weil der Pinsel nach der Anwendung immer wieder in das Röhrchen taucht.

Doch Arsen blieb in diesem Test durchweg unauffällig, und auch die Konservierung bemängeln die Tester nur einmal. In der Kritik: Propylparaben. Aktuelle Daten weisen darauf hin, dass Propylparaben das Hormonsystem beeinflussen kann. Auch wenn der betroffene Eyeliner die gültigen gesetzliche Grenzwerte einhält: Aus ihrer Sicht sind Verbraucherinnen mit Produkten ohne umstrittene Konservierungsmittel besser bedient.

Auch halogenorganische Verbindungen gehören nach Ökotests Meinung nach nicht in Eyeliner. Stoffe aus dieser Gruppe werden in Kosmetik häufig wegen ihrer antimikrobiellen Wirkung eingesetzt. Unter ihnen finden sich allerdings einige, die Allergien auslösen, und fast alle reichern sich in der Umwelt an.

Um welche halogenorganischen Verbindungen ist sich in den Produkten konkret handelt, lässt sich mit der gewählten Analysenmethode jedoch nicht sagen.

Inhaltsstoffe, die sie immer wieder in Kosmetik beanstanden, sind PEG-Verbindungen. Die haben die Tester auch in einigen Eyelinern gefunden. Das Problem? Sie können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen. Dass es auch ohne geht, zeigen die "sehr guten" und "guten" Eyeliner im Test.

Diese Eyeliner erhielten von Ökotest die Note „mangelhaft“

Kunststoffe für bessere Haftung der Eyeliner

Damit Schminke besser haftet, werden synthetische Polymere und Silikone eingesetzt. Auch Wasserfestigkeit, mit der drei Eyeliner im Test werben, lässt sich mit diesen Substanzen erreichen. Kein Wunder also, dass acht Eyeliner solche Kunststoffverbindungen enthalten. Viele von ihnen bauen sich in der Umwelt sehr schlecht wieder ab, Ökotest sehen sie deshalb kritisch.

Zertifizierte Naturkosmetik darf solche Stoffe nicht enthalten, sie kann daher im Vergleich zu konventionellen Eyelinern schneller an Grenzen stoßen was die Beständigkeit gegen Schweiß und Wasser angeht. Immerhin: Naturkosmetik-Eyeliner trocknen schnell und gut und sind damit relativ wischfest.

So gelingt der Lidstrich mit Eyeliner

Den Pinsel in der Mitte des Lidrands ansetzen. Den Strich von dort zuerst in den äußeren Augenwinkel ziehen, wobei er nach außen breiter werden darf. Wer einen "Wing" möchte, zieht eine Linie vom äußeren Augenwinkel in Richtung Augenbrauenende und verbindet dann zu einem Dreieck.

Zuletzt wieder in der Lidmitte ansetzen und den Strich möglichst dünn zum inneren Augenwinkel hin zeichnen. Dafür in kleinen Punkten vorarbeiten und den Pinsel möglichst nah an und in den Wimpernkranz "stempeln".

Eine sichere Hand ist hilfreich beim Umgang mit dem Eyeliner, denn er lässt sich nicht so leicht korrigieren. Anfänger arbeiten sich besser in kleinen Strichen voran.

Die Testsieger, die Testtabelle sowie das gesamte Ergebnis im Detail findest Du im ePaper.

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