4 Tipps für das Verhalten im Alltag

Wie wichtig sind Mundschutz, Handschuhe & Co. in der Corona-Krise?

4 Tipps für das Verhalten im Alltag - Wie wichtig sind Mundschutz, Handschuhe & Co. in der Corona-Krise?

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Wir alle bemühen uns zur Zeit, die eigenen vier Wände so selten wie möglich zu verlassen und soziale Kontakte zu vermeiden. Zum Einkaufen oder frische Luft schnappen müssen wir jedoch zumindest ersteres über Bord werfen. Zur Zeit kursieren verschiedenste Theorien darüber, wie wir uns draußen verhalten sollten: Abstand halten ist klar, doch bei Themen wie Vorräte anlegen, Mundschutz basteln oder Handschuhe tragen besteht Uneinigkeit. Wir haben hier Tipps zusammengefasst, wie Du Dich draußen am besten (und sozialsten) verhältst.

Organisiere Deinen Einkauf

Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Zeit: Abstand halten. Damit das auch im Supermarkt gelingen kann, ist es sinnvoll, vorausschauend für mehrere Tage einzukaufen, um damit die Einkaufsfrequenz zu reduzieren. Überlege Dir also am besten bereits zu Hause, was Du in den kommenden Tagen benötigst und checke die Produkte schon vor dem Einkauf mit der CodeCheck-App. Vermeide, falls möglich, außerdem Einkäufe an Wochenenden und anderen stark frequentierten Zeiten, wie z. B. zwischen 18 und 20 Uhr.

Vermeide Hamsterkäufe

Bilder von leeren Regalen geistern durch das Internet und vermitteln so den Eindruck, als gäbe es Versorgungsengpässe. Das dem nicht so ist, betonte zuletzt der Lebensmittelverband Deutschland. Demnach sei die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten sichergestellt. Hamsterkäufe sind somit nicht notwendig und darüber hinaus auch schlichtweg unsolidarisch. Gerade in Krisensituationen wie dieser, sollten wir alle mehr aufeinander Acht geben und überlegen, ob wir anderen mit unserem Verhalten schaden könnten. Auch gilt es Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Deutsche werfen jährlich im Schnitt 85 Kilogramm Nahrungsmittel weg. Diese Zahl dürfte sich durch Hamsterkäufe rapide erhöhen. Kaufe daher nur das, was Du wirklich benötigst, plane strukturiert im voraus und verbreite keine Bilder von leeren Regalen. Die schüren nur Panik und animieren zu weiteren Hamsterkäufen.

Trage eine Atemschutzmaske - zum Schutz anderer Menschen

Den Schutz der eigenen Gesundheit können mitunter am zuverlässigsten Schutzmasken der Standards FFP2 und FFP3 (Filtering Face Pieces) gewährleisten. Das dafür verwendete Filtermaterial ist so fest, das Viren nicht in den Körper eindringen können. Allerdings sind diese Masken derzeit nur sehr begrenzt verfügbar und somit für medizinisches Personal bestimmt. Letzteres gilt übrigens auch für professionelle Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS), welche überwiegend von OP-Personal verwendet werden. Um mit infizierten Patienten arbeiten zu können, ohne sich selbst anzustecken, braucht das Personal diese Masken dringend.

In den letzten Wochen und im Zuge der Maskenpflicht in einigen Bundeslämdern wurde deshalb das Tragen von selbstgenähten Atemschutzmasken stark diskutiert. Mittlerweile sind sich Experten einig, dass diese zumindest zum Schutz anderer beitragen können. Sie können verhindern, dass sich kleine Tröpfchen beim Husten oder Sprechen verteilen. Dadurch kann eine Tröpfcheninfektion bei einer anderen Person vermieden werden. Die Maske gilt somit an Orten wie beispielsweise im Supermarkt dann als sinnvoll, wenn man keine Symptome aufweist. Denn bei Symptomen gilt: Bleib zu Hause.

Selbstgenähte Masken können außerdem dazu beitragen, dass Du Dir weniger ins Gesicht fasst und damit eine Schmierinfektion verhindern. Am besten eignen sich laut einer Studie des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie BIPS in Bremen übrigens Geschirrtücher für das Basteln einer Maske. Diese können zudem bei 60 Grad gewaschen und somit wiederverwendet werden. Weniger gut schneiden Kopfkissen, Leinen- und Seidenschals ab. Trotzdem bieten einfache Stoffmasken keinen ausreichenden Schutz vor einer Infektion. Halte deshalb auch mit Maske ausreichend Abstand zu anderen Menschen und wasche Dir vor und nach dem Einkaufen gründlich die Hände.

Die Wissenschafts-Akademie Leopoldina rät, selbsthergestellte Masken, Schals und Tücher zumindest im öffentlichen Leben zur Überbrückung zu nutzen, bis es ausreichend medizinische Schutzmasken gibt.

Finger weg von Gummihandschuhen

Handschuhe bilden eine Barriere zwischen der Haut und Krankheitserregern und vermitteln so ein Gefühl von Sicherheit. Darüber, dass dieser Schein trügt, sind sich viele Mediziner einig und raten deshalb von der Benutzung von Handschuhen beim Einkaufen ab. Handschuhe aus Stoff oder Leder bieten keinen Schutz vor Viren und können diese problemlos durchlassen. Aber auch Gummi- oder sogenannte Einweghandschuhe aus Latex- und Nitril verschaffen ein falsches Sicherheitsgefühl. Man berührt mit ihnen genauso viele virenbelastete Flächen wie mit der bloßen Hand. Fasst man sich danach unachtsam ins Gesicht, kann man sich infizieren. Außerdem können durch Handschuhe bei falschem Gebrauch auch Viren weitergegeben werden.

Im Dauergebrauch sind Gummihandschuhe des Weiteren deutlich unhygienischer. Bei längerer Nutzung ohne Waschen sammeln sich darauf dutzende Keime. Zieht man die Handschuhe nach dem Tragen unachtsam aus, kommt man mit den Erregern in Kontakt. Zudem können sie der Haut unnötig Schaden zufügen. Bei längerem Tragen beginnen die Hände unter den Handschuhen zu schwitzen. Dies trocknet die Haut aus und kann Allergien auslösen, die die Hautbarriere schwächen und das Eindringen von Keimen und Viren erleichtern können. Fazit: Handschuhe können zwar bedingt vor einer Infektion schützen, sind jedoch vor allem für medizinisches Personal gedacht, das mit Infizierten in Kontakt kommt. Besser als Handschuhe ist und bleibt somit das gründliche Händewaschen mit Seife.

Diese Seifen können wir empfehlen:

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